Christian Springer: "nicht egal!"

Nicht im Verkauf
 08.11.2020
  20:00 Uhr

Christian Springer (geb. 1964 am Silvesterabend in München-Haidhausen) feierte im März 2014 Premiere mit seinem Programm „oben ohne“, bei welchem er nach über 10 Jahren sein alter Ego „Fonsi“ abgelegt hat und erstmals als Christian Springer bis heute auf der Bühne zu sehen ist.

Seit Anfang 2013 ist Christian Springer zusammen mit Michael Altinger Gastgeber der monatlichen BR-Kabarett-Sendung „Schlachthof“. Gemeinsam traten sie als Host beim Bayerischen Fernsehpreis 2015 „Blauer Panther“ auf, welcher live im Bayerischen Fernsehen übertragen wurde.

Für sein Schaffen als Kabarettist erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, so u.a. den Hauptpreis des Bayerischen Kabarettpreises, den Kabarettpreis der Stadt München (beide 2013), den Waldemar-von-Knoeringen-Preis (2014), sowie den „Toleranzpreis der evangelischen Akademie Tutzing“ (2016).

Im Frühjahr 2015 strahlte der BR die 3-teilige Sendung „Der Schein des Geldes“ von und mit Christian Springer sowie seinem Kollegen, dem BR „Quer“ Gesicht Christoph Snß aus. Beide begeben sich darin auf die Suche nach dem „Glauben an das Geld“ – und „recherchieren“ von der Börse in Frankfurt über Rom ans Tote Meer bis nach Petra (Jordanien).

Darüber hinaus ist Christian Springer für seine scharfen Starkbierreden in Landshut sowie im Münchner Löwenbräukeller bekannt. Auch den Aschermitwoch der Kabarettisten (BR) führte er jahrelang durch das Programm.

Abwechselnd mit Helmut Schleich teilte sich Christian die Radio Kolumne „auf einen Kaffee mit…“ auf Bayern 1, aus der 2015 das Format „Lach matt“ mit weiteren namhaften Kollegen wie u.a. Bruno Jonas & Willy Astor hervorging.

Als Autor war er u.a. für „Otts Schlachthof“ oder für die Starkbierrede auf dem Nockherberg tätig. Viel Aufsehen gab es dort 2010, als nach massiven Protesten seitens verschiedener Politiker Michael Lerchenberg (als Bruder Barnabas) und Christian Springer (als Autor) zurück traten.

Neben all seinen künstlerischen Tätigkeiten engagiert sich Christian Springer schon seit Jahren im Nahen Osten. Weit mehr als 30 Mal reiste Christian nach Syrien. Anfangs während seines Studiums später, um sich in Damaskus auf die Suche nach dem NS-Kriegsverbrecher Alois Brunner (der rechten Hand von Adolf Eichmann) zu machen, schlussendlich, um sich mit aller Kraft für die Opfer des syrischen Bnrgerkrieges einzusetzen!

Nachdem er die Erlebnisse über die Suche nach Brunner in seinem beeindruckenden Buch „Nazi, komm raus“ (2012) niedergeschrieben hat, gründete er den Verein „Orienthelfer e.V.“ (www.orienthelfer.de), um die zahlreichen zivilen Opfer des syrischen Bnrgerkrieges zu unterstützen. Unzählige Hilfslieferungen nach Syrien, Jordanien und in den Libanon hat er organisiert. Unter dem Motto „Müll macht krankt“ machte er 2014 bei der Stadt München auf die Problematik aufmerksam. Die Stadt beschloss Müllfahrzeuge zu spenden, die dann von den „Orienthelfern“ in das Krisengebiet nach Aleppo gebracht wurden. Christian Springer ist unermüdlich und dauerhaft im Einsatz, um auf die humanitäre Katastrophe des immer noch andauernden Bürgerkriegs in Syrien aufmerksam zu machen.

Beide Leidenschafen – das Interesse für den Nahen Osten wie auch die Liebe zum Kabarett entdeckte er früh: Bereits 1983 grnndete er u.a. mit Helmut Schleich sein erstes Ensemble. Anfang der Neunziger Jahre brach er sein Studium der Semitistik (die Sprachwissenschaf semitischer Sprachen), der Philologie des
christlichen Orients und der Bayerischen Literaturgeschichte an der LMU München kurz vor der Beendigung ab, um hauptberufich Kabarett zu spielen.

1999 trat er erstmalig als „Fonsi“ beim Münchner Oktoberfest auf, später folgten viele Solo-Programme in dieser Kunstfigur, die er 2014 dann ablegte.